Wer mag mich so, wie ich bin?
Kennst du diese Sehnsucht nach einer Liebe, die bleibt?
Das ist keine Schwäche. Es ist ein Hinweis auf deine Bestimmung.
Die Fakten:
Nicht nur dir geht es so – und warum menschliche Liebe oft nicht reicht
In Deutschland fühlen sich etwa 12 Millionen Menschen „oft einsam“. Und mit denen, die „manchmal einsam“ sind, sind es 20 %, also jeder Fünfte von uns!
Neben den ganz Alten und Alleinerziehenden fühlen sich heute besonders die 18- bis 29-Jährigen einsam, also die Generation, die mit den angeblich „sozialen“ Medien aufgewachsen ist.
Das kann sogar weh tun: Wenn wir uns ständig einsam fühlen, steigt unser Stresspegel. Unser Körper schüttet Cortisol aus, das Immunsystem leidet. Wir schlafen schlechter. Wir sind einfach nicht dafür gemacht, ohne tiefe Bindung zu sein.
Vielleicht denkst du beim Lesen gerade:
Ja klar, deshalb suche ich ja Liebe. Wenn ich nur den richtigen Partner hätte – oder wenn meine Beziehung wieder besser laufen würde, dann wäre es gut.
Tatsächlich können Freunde und gerade gute Partnerschaft eine große Hilfe gegen die Einsamkeit sein. Doch Liebesfilme oder Liebeslieder gaukeln uns etwas vor, was es nicht gibt: Eine Mensch, der uns erlösen wird.
So wird der mögliche Partner oder die Partnerin zu einem „Gott-Ersatz“. Wir hoffen, dass ein anderer Mensch unsere tiefsten Bedürfnisse nach Annahme und Liebe dauerhaft erfüllt.
Das kann nicht gut gehen: Kein Mensch kann rund um die Uhr immer bei uns sein, uns immer verstehen und enttäuscht uns nie. Das überfordert die Liebe, bis sie unter der Last unserer Erwartungen zusammenbricht.
Der Platz in mir bleibt leer, den kann ich so nicht füllen.
Das ist keine Kritik an Partnerschaft und Ehe, im Gegenteil: Eine liebevolle Beziehung kann immer wieder wunderschön sein. Aber sie ist ein Begleiter, kein Fundament.
Es scheint in uns eine Ebene zu geben – einen innersten Kern der Seele –, der so tief ist, dass kein anderer Mensch ihn vollständig erreichen kann. Selbst im Arm des geliebtesten Menschen bleibt ein letzter Rest an Sehnsucht, ein kleines Stück „Unerfülltheit“.
Niemand kann unsere tiefste Sehnsucht stillen, ohne dabei selbst auszubrennen. Wir überfordern uns gegenseitig, weil wir voneinander etwas erwarten, das eigentlich „eine Nummer zu groß“ für uns Menschen ist.
Was, wenn diese Lücke in uns gar nicht dafür gemacht ist, von Menschen gefüllt zu werden?
Der brillante Mathematiker Blaise Pascal sprach einmal von einem „unendlichen Abgrund“ in unserem Herzen, der nur von einem „unendlichen Gegenüber“ gefüllt werden kann.
Und der Philosoph Augustinus, der jahrelang in Partys und Affären nach Erfüllung suchte, fasste es am Ende so zusammen: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, Gott.“
Heute bestätigt uns die Bindungsforschung: Unser Gehirn ist verdrahtet für eine „sichere Basis“. Wir brauchen jemanden, der größer ist als unsere Angst.
Neurobiologen haben herausgefunden, dass das Erleben einer sicheren Bindung zu Gott – genauso wie in einer glücklichen Partnerschaft – unseren Stresspegel (Cortisol) senkt und das „Vertrauenshormon“ Oxytocin aktiviert.
Mit dem Wissen um einen liebenden Gott reagieren wir wie ein kleines Kind auf dem Schoß der liebenden Eltern: Unser Nervensystem beruhigt sich, wenn es weiß: „Da ist jemand, der bleibt. Jemand, der mich aushält.“
Gott ist nicht der strenge Richter, vor dem viele Angst haben. Er ist das perfekte Gegenüber, der die perfekte Liebe erfunden hat und sie uns schenken möchte:
- Er ist da, wenn andere schlafen.
- Er bleibt, wenn du Fehler machst.
- Er kennt dich ganz – und liebt dich trotzdem.
Das andere Gegenüber:
Jesus als Freund, der dich unendlich liebt und Gemeinschaft mit dir möchte.
Vielleicht denkst du jetzt:
Aber Gott ist so weit weg und ich kann ihn nicht sehen.
Genau deshalb gibt es Jesus. Der christliche Glaube ist keine Liste von Regeln, sondern die Geschichte davon, wie Gott uns in Jesus aus Liebe nachgeht, um uns zu beschenken.
Jesus ist real und war echt auf dieser Erde unterwegs. Und er kannte Einsamkeit.
Er wurde missverstanden, von seinen besten Freunden verraten und erlebte tiefste Isolation. Er weiß, wie sich dein Schmerz anfühlt. Er schaut nicht von oben herab auf dich, sondern setzt sich zu dir.
Er ist nicht gekommen, um moralische Noten zu verteilen, sondern um dir seine Liebe zu schenken: „Ich habe dich von Anfang an gewollt. Ich kenne deinen Namen. Du musst nicht mehr um deinen Platz oder deinen Wert kämpfen.“
Wenn wir wissen, dass wir bei Gott sicher sind, müssen wir unsere Partner oder Freunde nicht mehr als „Erlöser“ missbrauchen. Ihre Liebe wird dafür nie reichen. Wir können sie wieder als das lieben, was sie sind: wunderbare, unvollkommene Menschen an unserer Seite.
Dein erster Schritt
Wie kann ich die Liebe Gottes erleben? Es ist einfacher, als du denkst. Du brauchst keine Kirchentür aufzustoßen (obwohl das gut sein kann!) und keine komplizierte Sprache lernen.
Es beginnt mit einer Entscheidung, dein Herz einen Spaltbreit zu öffnen. Hier sind drei einfache Möglichkeiten, das heute noch auszuprobieren:
Gott ist für dich da. Geh an einen ruhigen Ort und sprich Gott laut und deutlich an. Erzähl ihm, was dich bedrückt und bewegt. Und dann warte ab. Spüre, was zurückkommt. Bitte Gott im Gebet zu antworten. Und lies auch die Bibel.
Sei offen für den Weg, über den Gott dir antwortet: Durch sein Wort, die Bibel? Durch einen Gedanken, den er dir schenkt? Oder ein Gefühl? Oder spricht Gott zu dir durch andere Menschen?
Setz dich einfach in einen Gottesdienst in deiner Nähe. Suche bei Google Maps mal nach „christlicher Gemeinde“. Auch bei dir um die Ecke gibt es vielleicht ganz nahe Menschen, die mit Jesus verbunden leben wollen, sich sonntags zum Gottesdienst treffen und freuen, wenn jemand vorbeischaut.
Geh einfach sonntags zur angegebenen Zeit mal hin. Wenn dich jemand anspricht, sag offen „Ich wollte einfach mal schauen“ oder sag ihnen, wenn du mehr Anschluss möchtest. Oft gibt es Bibelkreise oder andere Gruppen zum persönlichen Austausch mit anderen Menschen. Dazu muss man kein Christ sein, der an alles glaubt, die Skepsis mit ein bisschen Offenheit reicht aus.
Und wenn du dich erst mal noch näher informieren möchtest, dann schau dir die vielen Berichte und Beispiele in der kostenlosen Bibel TV Premium-Mediathek an:
Aber am besten, sprich einfach mal Gott direkt an – er ist schon jetzt bei dir, schaut dich liebevoll an und wartet, dass du ihn einfach ansprichst – freu dich drauf, wie er antwortet!
Vorschlag für ein Gebet:
Lieber Gott, wenn es dich gibt: Bitte zeig dich mir, lass mich deine Liebe erleben. Zeig mir den nächsten Schritt zu dir. Ich möchte mehr von dir erfahren.
Erklär mir, was du mir durch die Bibel sagen möchtest. Sprich zu mir durch Videos von anderen Christen. Und zeig mir eine Gemeinschaft von anderen Christen hier in der Gegend, wo ich mehr von dir und deiner Liebe erfahren kann.
Amen.
Er liebt dich ganz persönlich
Schau dir inspirierende Videos an, in denen Menschen erzählen, wie sie Gottes Zuneigung und Wertschätzung in ihrem Leben erfahren haben. In der kostenlosen Bibel TV Premium Mediathek findest du außerdem genau die Videos und Artikel, die zu deinen Fragen und Themen passen.